Thomas Henninger

Thomas Henningers Landschafts- und Naturdarstellungen faszinieren durch ihre sehr eigene Ästhetik. Auf den ersten Blick glaubt man, eine Malerei im Stil des Fotorealismus zu sehen, um auf den zweiten Blick doch ein Foto zu vermuten – oder umgekehrt. Sicher ist: Die Bilder Henningers sind eine Herausforderung unserer Wahrnehmung, unserer gesamten visuellen Kultur. Dies erreicht der Künstler durch eine komplexe Kombination verschiedener künstlerischer Techniken: Zunächst malt er die bildbestimmenden Motive – wie zum Beispiel ein Blatt und einen Baumstamm – sowie den Hintergrund in Aquarell auf Papier. Diese gemalten Vorlagen werden in hoher Auflösung eingescannt, ausgeschnitten und als 3-D-Textur auf ein im virtuellen Raum modelliertes Modell gelegt. Das komplette 3-D-Modell wird dann im Computer konstruiert – aus einem Blatt und einem Baumstamm wird ein ganzer Wald. Dabei wird die Licht- und Schattensituation durch das Setzen unterschiedlicher Lichtquellen virtuell aufgebaut. Die fertigen Bilddaten werden im Labor chemisch (Silbergelatine) auf Barytpapier ausbelichtet. Abschließend wird das Bild auf Alu-Dibond kaschiert und gerahmt. Thomas Henninger bewegt sich auf einzigartige Weise zwischen traditionellen und modernen künstlerischen Medien, bricht Grenzen auf und nimmt dadurch eine beachtenswerte Position in der aktuellen Kunstentwicklung ein.

BIOGRAPHIE

1971 in Offenburg geboren
1994–96 Ausbildung zum Steinbildhauer bei Anno Sieberts, Ettenheim
1997–2004 Studium der Malerei bei Prof. Otto Möhwald und Prof. Ute Pleuger an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle
2004–06 Meisterschüler bei Prof. Ute Pleuger an der Burg Giebichenstein
Hochschule für Kunst und Design Halle
2013–14 Lehrauftrag für Malerei im Kontext neuer Medien an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle

Lebt und arbeitet in Berlin

AUSSTELLUNGEN

2015 FELD_volume 3, Berlin
2015 White Space Black Box, Neuchâtel, Schweiz
2015 Burg Giebichenstein, Halle an der Saale
2014 Museum Villa Haiss, Zell am Harmersbach
2013 Bundesministerium für Bildung und Forschung, Kronprinzenpalais, Berlin
2012 Salon Babette, Berlin
2012 Galerie Christophe Fleurov, Straßburg, Frankreich
2011 Gloria Berlin
2011 Soka University, Kalifornien, USA
2010 Gloria Berlin
2010 Sammlung Bischoff, Museum für zeitgenössische Kunst, Zell am Harmersbach
2010 Galerie Ricarda Fox, Mülheim an der Ruhr
2009 Jenaer Kunstverein
2009 Städtisches Museum Engen
2008 San Antonio Gallery, Los Angeles, USA
2007 maerzgalerie, Leipzig
2006 Galerie Walter Bischoff, Berlin
2005 maerzgalerie, Leipzig
2005 Galerie Ricarda Fox, Essen
2005 Galerie Neues Theater, Halle
2004 Galerie Volkspark, Halle
2003 Museum KunstPalast, Düsseldorf
2003 Institut für Elementares Formen, Braunschweig
2002 Löwenpalais, Stiftung Starke, Berlin

Thomas Henninger, Waldstück 7.1, 2016, Aquarell, Silbergelatine / Baryt, gerahmt, Aufl. 3 + 2 e.a., 103 x 163 cm, 6.250,00 €

Waldstück 7.1, 2016, Aquarell, Silbergelatine / Baryt, gerahmt, Aufl. 3 + 2 e.a., 103 x 163 cm, 6.250,00 €

Thomas Henninger, Apfelblüte 3.2, 2016, Aquarell, Silbergelatine / Baryt, gerahmt, Aufl. 3 + 2 e.a., 83 x 123 cm, 4.800,00 €

Apfelblüte 3.2, 2016, Aquarell, Silbergelatine / Baryt, gerahmt, Aufl. 3 + 2 e.a., 83 x 123 cm, 4.800,00 €

Peter Rösel

Jenny Feldmann

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