Keti Kapanadze

Die Lektüre des Buches „Fünf Gründe, warum es die Welt nicht geben kann“ des amerikanischen Physikers James Trefil inspirierten die Künstlerin zu einer neuen Werkserie: Aus dem schwarzen Bildgrund treten verschiedene Wirklichkeitsfragmente des Menschen in unterschiedlichen Darstellungsweisen hervor: Der bunte Papagei im Vordergrund bildet den farbig markanten Schwerpunkt der Komposition und steht exemplarisch für die Natur. Schwere Maschinenteile symbolisieren den Bereich der Technik. Mit feinen Lineaturen gezeichnet schwirren außerdem abstrakte Formen durch den bildnerischen Kosmos der Künstlerin. Diese sind von theoretischen Zeichnungen bspw. der Physik abgeleitet. Kultur und Gesellschaft werden durch Filmstills oder Elemente aus der Autowerbung sowie Textfragmenten aus o.g. Buch wiedergegeben. Auf diese Weise entsteht ein vielschichtiger Bilderkosmos mit sehr differenten Wahrnehmungskontexten, der die verschiedenen Parallelwelten miteinander vereint und gleichzeitig auf eine moderne Gesellschaft verweist, deren Rezeption von Information immer stärker über eine gezielte Selektion von bildlichen und textlichen Fragmenten funktioniert.

BIOGRAPHIE

1962 in Tbilisi/Georgien geboren
1978-82 Kunstschule, Tbilisi
1984-90 Akademie der Künste, Tbilisi
1998 Herausgeberin der zeitgenössischen Kunstzeitschrift „Signal“, Tbilisi
1988-90 Designassistentin “Georgian film“ Studio, Tbilisi
1999 Stipendium des Contemorary Art Centre, Glasgow
2001 Lehrauftrag für medienübergreifende Malerei an der Akademie für Bildende Künste der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

lebt und arbeitet in Stuttgart

AUSSTELLUNGEN

2003 Museum Bochum
2002 Städtische Galerie Villingen-Schwenningen
2002 Kunsthalle Göppingen
2002 Galerie Anita Beckers
2000 Kunstverein Wilhelmshöhe, Ettlingen
1999 Contemorary Art Gallery Karvasala/ Tbilisi
1995 Atelier XS, Basel
1994 Biennale of Contemporary Art, Ceinje/Montenegro
1992 Sheffield City Polytechnic, Sheffield

Keti Kapanadze, Aus der Reihe "Wie das Universum zu dem wurde, was es heute ist", Nr. 1, 2004, Acryl / Leinwand, 200 x 200 cm, 6.790,00 €

Aus der Reihe "Wie das Universum zu dem wurde, was es heute ist", Nr. 1, 2004, Acryl / Leinwand, 200 x 200 cm, 6.790,00 €

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