Marc Fairnington

Mark Fairnington spielt mit den Traditionen der Kunstgeschichte: Im Werkzyklus der „Flirts“ zitiert er die Tradition der niederländischen Stillebenmalerei, die mit dem Ende des 15. Jahrhunderts einsetzt.

Die spätmittelalterliche, alle Register einer mitunter spitzfindigen Symbolkonstruktion ziehende Predigt- und Erbauungsliteratur hat mit Vorliebe heilsgeschichtliche und moralische Vorgänge am Beispiel der Blumen erläutert, nicht zuletzt deswegen, weil sie einerseits den Schönheitssinn befriedigten, andererseits eine eminent wichtige volksmedizinische Bedeutung hatten.

Fairnington überspitzt die didaktische Funktionalität der Bilder, indem er die entscheidenden Motive, die sich im Barock zumeist in einer überbordenden Fülle an Details verborgen hatten, auf einer monochromen Fläche isoliert darstellt (sie also – drucktechnisch gesprochen - „freistellt“) und sie zudem modern und mit ironischen Konnotationen ausdrückt.

Die Verbindung von christlichen Motiven und Vergänglichkeitsmomenten betont (vor allem in der Stillebenmalerei des 17. Jh.s) den Dualismus von Gut und Böse in der Welt. In der von Mark Fairnington gewählten Kombination der ikonographischen Bildelemente könnte man stets auch eine verschlüsselte Darstellung des Sündenfalls erkennen.

BIOGRAPHIE

1957 geboren in Gateshead, GB
1979-81 St. Martin's School of Art, London
1987-89 Goldsmith's College, London
1989 British Council, Exhibition Award
1993 Arthur Anderson Figurative Painting Award
1993 London Arts Board, Individual Artists Award
1995 British Council, Exhibition Award
1999 The Sargant Fellowship
2001 Sciart consortium, Research Award
2003 London Arts, Individual Artists Award
2003 AHRB, Research Leave Award

lebt und arbeitet in London

AUSSTELLUNGEN

2012 Mannheimer Kunstverein
2012 Galerie Peter Zimmermann,Mannheim
2011 Oliver Sears Gallery, Dublin
2010 Bury St Edmunds Art Gallery, Suffolk
2009 Galerie Peter Zimmermann, Mannheim
2008 Galerie Peter Zimmermann, Mannheim
2006 Fred, London
2004 Galerie Peter Zimmermann, Mannheim
2004 Kunsthalle Mannheim, Germany
2004 Imperial College, London
2003 Mobile Home Gallery, London
2002 Oxford University Museum of Natural History
1997 Todd Gallery, London

Marc Fairnington, Without Shame (again), 2000, Acryl und Öl / Leinwand, 175 x 82 cm, 10.700,00 €

Without Shame (again), 2000, Acryl und Öl / Leinwand, 175 x 82 cm, 10.700,00 €

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