Werner Fohrer

Bei Werner Fohrer ruft nicht der Berg, sondern es schweigt der Gipfel. Majestätische Gebirgslandschaften strahlen eine alles vereinnahmende Ruhe aus. Die Welt steht still hier oben und der Mensch kann seine Sorgen vergessen, kann sich auf das Wesentliche konzentrieren, in sich hineinhören. Der Berg hat eine lange Tradition als Motiv in der Kunstgeschichte: In der Romantik malte zum Beispiel Caspar David Friedrich den „Watzmann“, und die eindrucksvollen Panoramen der Schweizer Alpen finden sich auf vielen Landschaftsbildern des 19. Jahrhunderts wieder. Das Motiv Berg weckt ambivalente Gefühle im Menschen: Sehnsucht und ein Gefühl von Geborgenheit, aber auch Ehrfurcht und Respekt vor seinen Abgründen und steilen Pfaden machen sich bemerkbar beim Anblick hoher Gipfel. Das Erzwingen der höchsten Berge der Welt hat der Menschheit zudem eine neue Perspektive geschenkt: die Dinge mit Abstand von oben zu betrachten und den Weitblick zu genießen.
Auch die spiegelnden Wasseroberflächen im Werk von Werner Fohrer sind ein Thema, das Künstler aller Jahrhunderte immer wieder beschäftigte. Zum einen verweist das Spiegelbild auf die Chance der Selbsterkenntnis, zum anderen beeinflusst dieses Erkennen des Eigenen und Bekannten auch unsere Wahrnehmung des Fremden und Anderen. Diese zeitlosen Motive finden bei Fohrer eine malerisch gekonnte Umsetzung, die uns als Betrachter der Gegenwart einlädt, innezuhalten und unseren Standpunkt, unsere Perspektive zu überprüfen.

BIOGRAPHIE

1947 in Esslingen am Neckar geboren
1964–70 Ausbildung und berufliche Tätigkeit im grafischen Gewerbe
1970–71 Studium an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste, Hamburg
1971–76 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
1980–81 Stipendium des Landes Baden-Württemberg an der Cité Internationale des Arts, Paris
1982–84 Atelierstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg

lebt in Esslingen, arbeitet in Plochingen

AUSSTELLUNGEN

2015 Galerie Keim, Stuttgart
2013 Stadthalle im Backsteinbau, Sulz am Neckar
2012 Städtische Galerie Ostfilern
2010 Bury Art Gallery Museum + Archives, Bury, Großbritannien
2010 Galerie im Rundbau, Neckarwestheim
2009 Kunsthalle Weishaupt TUEGO, Ulm
2009 Städtische Galerie Filderstadt
2008 Schlossfeldgalerie Haigerloch
2004 Podium Kunst Schramberg
1998 KUNST im heppächer, Esslingen am Neckar
1997 Schlosshalle Wolfach
1993 H. C. M. Art Forum, Frankfurt am Main
1993 Schloss Heidelberg
1992 H. C. M. Art Forum, Stuttgart
1992 Alpirsbacher Galerie, Alpirsbach
1991 Galerie Billie Strauß, Kirchheim unter Teck
1990 KUNST im heppächer, Esslingen am Neckar
1989 Musée Faure, Aix-les-Bains
1988 Museum Bydgoszczy, Polen
1987 Galerie Zeitlupe, Heidenheim
1986 Brunnengalerie, Stuttgart
1986 Württembergischer Kunstverein, Stuttgart
1985 Galerie Ventzki, Göppingen
1982 Kunstverein Heilbronn
1980 Kunsthalle Tübingen
1978 Galerie Apostroph, Stuttgart
1976 Villa Merkel, Esslingen am Neckar

Werner Fohrer, Der Gipfel schweigt (Suldenferner), 2010, Acryl / Leinwand, 50 x 90 cm, 2.500,00 €

Der Gipfel schweigt (Suldenferner), 2010, Acryl / Leinwand, 50 x 90 cm, 2.500,00 €

Werner Fohrer, Waterface IV, 2012, Acryl / Leinwand, 60 x 60 cm, 1.670,00 €

Waterface IV, 2012, Acryl / Leinwand, 60 x 60 cm, 1.670,00 €

Werner Fohrer, Der Gipfel schweigt (Bietschhorn), 2010, Acryl / Leinwand, 50 x 90 cm, 2.150,00 €

Der Gipfel schweigt (Bietschhorn), 2010, Acryl / Leinwand, 50 x 90 cm, 2.150,00 €

Werner Fohrer, Periades Kamm, 2011, Acryl / Leinwand, 74 x 74 cm, 2.270,00 €

Periades Kamm, 2011, Acryl / Leinwand, 74 x 74 cm, 2.270,00 €

Frank Dömer

Brigitta Zeumer

Karin Kneffel

Berthold Steinhilber

Konrad Winter

Jochen Twelker

Charlotte Cornish

Árpád Szabados

Arman (Armand Pierre Fernandez)

Lilla von Puttkamer

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